Die Strecke

Die eingleisige Strecke ist, abweichend zur Linzer Straßenbahn, mit 1 m Spurweite ausgeführt. Es wurden drei Ausweichen gebaut: Hagen (heute Merkursiedlung) km 0,71, Schableder km 1,40 und Oberschableder km 2,20. Die Ausweichen werden bis heute benützt. Die Triebwagen besitzen als Notbremse eine Zangenbremse, welche die keilförmig ausgebildeten Schienenköpfe beidseitig umschließt. Dadurch sind besondere Weichenkonstruktionen notwendig. Die Herzstücke sind drehbar ausgeführt, die Zungenpaare werden parallel verschoben.

Die Talstation lag zuerst direkt bei der Endstelle der Straßenbahn in Urfahr und es mußte in der Anfangszeit die Mühlkreisbahn mit einer Kreuzung, die man drehbar ausführte, übersetzt werden. Bereits Ende 1898 verlegte man die Endstelle der Pöstlingbergbahn in Urfahr auf die gegenüberliegende Seite der Mühlkreisbahn. Weiters wurde hier eine eigene Remise für die Bergbahnwagen gebaut, womit die Kreuzung der Mühlkreisbahn entfallen konnte. Im ersten Betriebsjahr 1898 konnten bereits 159.000 Fahrgäste befördert werden. Das entspricht etwa 10% der Anzahl der Fahrgäste der Linzer Straßenbahn im gleichen Jahr. In den folgenden Jahren gelang es der TEG die Benützung der Pöstlingbergbahn fast jedes Jahr zu steigern. 1918 wurden mit der Pöstlingbergbahn bereits 688.000 Fahrgäste befördert. (Eine Besonderheit in Urfahr ist das seltene Zusammentreffen von drei verschiedenen Spurweiten: die Normalspur der Mühlkreisbahn [1435 mm], die Meterspur der Pöstlingbergbahn und die Spurweite von 900 mm der Linzer Straßenbahn.)

Der Streckenverlauf der Pöstlingbergbahn.

Ein Bergbahntriebwagen auf dem "Hohen Damm". (Foto: Sammlung ESG)

Beliebte Fotomotive von der Pöstlingbergbahn. (Fotos: Sammlung ESG)