Die Ursprungstriebwagen 1 bis 11

Triebwagen Nr. 1 in der Wiener Reichsstraße bei der Anastasius-Grün-Straße, stadtauswärts fahrend. Links im Hintergrund ist die Staatsbahndirektion und die Bahntrasse der KEW zu sehen. (Foto: 1903, Sammlung ESG)
Triebwagen Nr. 1 - schon rot/weiß gestrichen und mit Scheinwerfer - in der Wiener Reichsstraße nach der Kreuzung Hamerlingstraße/Unionstraße, stadteinwärts fahrend. (Foto: 1904, Sammlung ESG)
An der Endstation Urfahr-Bergbahn wurde eine sehr schöne und geräumige Wartehalle errichtet. Hier ist gerade der Triebwagen Nr. 4 auf der Abfahrt. Oberhalb des vorderen Einstieges erkennt man das Schild "Besetzt". (Foto: 1897, Sammlung ESG)
Triebwagen Nr. 5 mit Sommerbeiwagen in der Station Urfahr-Bergbahn. Auf der anderen Seite der Wartehalle der Pöstlingbergbahntriebwagen Nr. IV . (Foto: 1898, Sammlung ESG)
Planskizze der Ursprungstriebwagen 1 bis 11 zum Zeitpunkt der Lieferung.

Die ersten Triebwagen waren im Vergleich mit den heutigen Straßenbahnwagen sehr einfach gestaltet. Die Grazer Waggon- und Maschinenfabrik Weitzer lieferte den Wagenkasten. Die Fahrgestelle stammten von der Bergischen Stahlindustrie Remscheid in Deutschland. Die elektrische Ausrüstung der Ursprungstriebwagen, welche mit je einem Fahrmotor ausgestattet waren, lieferte die UEG in Berlin.

Das Wageninnere bot zwölf Sitzplätze und auf den offenen Plattformen befanden sich zusätzlich vier Plattformsitze, weiters waren zehn Stehplätze zugelassen. Die Ursprungstriebwagen erhielten die Nummern 1 bis 11.

Als Beiwagen wurden die vorhandenen offenen Sommerwagen und die geschlossenen Winterwagen der Pferdestraßenbahn für den Betrieb mit den elektrischen Triebwagen umgebaut und weiter verwendet.

Technische Angaben

Länge:6800 mm
Breite:1850 mm
Höhe:3180 mm
Achsstand:1600 mm
Gewicht:4,50 t
Sitzplätze:12 + 4
Fahrmotor:1 x 15 kW
Lieferer:Mechanischer Teil: Waggonfabrik Weitzer, Graz
Elektrischer Teil: UE
NummerInbetriebnahmeVerbleib
131. Juli 18971905 Umbau in Bw 20, abgestellt 1931
231. Juli 18971905 Umbau in Bw 21, 1941 umnumeriert in Bw 30
331. Juli 18971905 Umbau in Bw 22, abgestellt 1931
431. Juli 18971905 Umbau in Bw 23, abgestellt 1932
531. Juli 18971905 Umbau in Bw 24, abgestellt 1932
631. Juli 18971905 Umbau in Bw 25, abgestellt 1932
731. Juli 18971905 Umbau in Bw 26, abgestellt 1932
831. Juli 18971905 Umbau in Bw 27, 1941 umnumeriert in Bw 31
931. Juli 18971905 Umbau in Bw 30, abgestellt 1932
1031. Juli 18971905 Umbau in Bw 28, abgestellt 1932
1131. Juli 18971905 Umbau in Bw 29, Totalschaden nach Fliegerangr. 1944


Beiwagen 29 war mit ausgebauten Sitzplätzen als "Stehwagen" von Juni 1942 bis Februar 1944 im Einsatz

 

Triebwagen Nr. 6 mit Sommerbeiwagen von Urfahr kommend auf der Donaubrücke in Richtung Staatsbahnhof fahrend. Die Beleuchtung mit Gaslaternen begann in Linz 1858 und wurde erst 1944 an den letzten Stellen aufgelassen. (Foto: 1897, Sammlung ESG)
Triebwagen Nr. 6 mit Sommerbeiwagen in der Kaarstraße beim Mühlkreisbahnhof. (Foto: 1897, Sammlung ESG)
In den ersten Betriebstagen fährt der Triebwagen Nr. 6 mit einem Sommerbeiwagen am Volksgarten entlang. Im Hintergrund an der Blumau erkennt man einen weiteren Triebwagen, rechts ist eine Haltestellentafel zu sehen. (Foto: 1897, Sammlung ESG)
Triebwagen Nr. 9 vor dem Linzer Staatsbahnhof. (Foto: 1897, Sammlung ESG)