Die Raab-Oedenburg-Ebenfurter Eisenbahn AG im Verkehrsverbund Ost-Region

5047 am Bahnhof Neufeld an der Laitha. (Foto: 1994, Passmann)
Personenzug von Frauenkirchen nach St. Andrä am Zicksee bei der Eisenbahnkreuzung Frauenkirchen Richtung Apetlon.
BaMot 702 aus Richtung Sopron und VT 5047 Richtung Eisenstadt am Bahnhof Wulkaprodersdorf. (Foto: 1995, Passmann)
Kreuzung am Bahnhof Wulkaprodersdorf. VT 5047 bei der Ausfahrt Richtung Sopron. VT 5147 bei der Ausfahrt Richtung Müllendorf. (Foto: 1996, Passmann)
Erster Wendezug am 1. Juni 1997 bei der Ausfahrt von Wulkaprodersdorf Richtung Müllendorf. (Foto: Passmann)
Kreuzung von zwei Wendezügen am Bahnhof Wulkaprodersdorf im September 1997. (Foto: Passmann)

Mit 1. September 1988 wurden die österreichischen Strecken der Raab-Oedenburg-Ebenfurter Eisenbahn AG und Neusiedler Seebahn AG in das Tarifsystem des Verkehrsverbundes Ost-Region mit einbezogen. Damit kam auch im Personenverkehr die große Wende.

Das Fahrgastaufkommen in den Jahren vor Einführung des VOR war sehr gering und belief sich auf 80.000-100.000 Reisende. Bereits im ersten Jahr nach dem Beitritt zum VOR wurden auf beiden Strecken der ROeEE AG 361.000 Fahrgäste befördert.

Dazu beigetragen hat die Einführung eines verbesserten Fahrplans und die Führung von "Pendlerzügen" von Wien-Süd bis Deutschkreutz und Lackenbach. Vielen Wochenpendlern wurde damit die Möglichkeit geboten Tagespendler zu werden, durch die günstigen Tarife Geld zu sparen und mehr Zeit im Kreise der Familie zu verbringen.

Auf beiden Strecken werden laufend die Fahrpläne verbessert, um den Kundenwünschen so weit wie möglich gerecht zu werden.

So wurde auf der Neusiedler Seebahn AG ein Zweistundentakt nach Wien via Neusiedl/See eingerichtet. Mit dem Fahrplanwechsel 1997 wurden auch durchgehende Zugsverbindungen von Neusiedl am See via Pamhagen - Fertöszentmiklos nach Sopron geschaffen.

Auf der ROeEE - Strecke konnte mit Fahrplanwechsel 1. Juni 1997 ein Stundentakt von und nach Wien (wobei die meisten Züge am Bahnhof Wien Süd enden und beginnen) von ca. 4:00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr eingerichtet werden.

Duch den Einsatz einer neuen Zuggeneration - der Wendezug - konnte nicht nur der Komfort sondern auch die Sitzplatzkapazität wesentlich erhöht werden. Bei diesem Zug handelt es sich um eine Zuggarnitur, bei der im Zielbahnhof das Wechseln des Triebfahrzeuges an das andere Zugsende entfällt. Modernste Technik weist die Richtung, "vorwärts" mit einem Triebfahrzeug der Reihe 1014 oder 1114, bzw. "rückwärts" mit dem Steuerwagen 80-75. Die Grundeinheit, welche zwischen Wien Süd und Sopron auf der ROeEE-Strecke verwendet wird, besteht aus dem Steuerwagen 80-75, drei Zwischenwagen 20-75 und dem Triebfahrzeug der Reihe 1014 oder 1114.

Durch den Einsatz des Wendezuges auf der ROeEE-Strecke werden auf der NSB-Strecke größtenteils die Triebwagen 5047 bzw. 5147 eingesetzt.