Reihe 56 (5631-33, 170)

Die 56.3190 mit Güterzug in Lanzendorf-Rannersdorf. (Foto : 12. Juli 1954, Alfred Luft)
Die 56.3197 und 56.3147 - hier bereits im Dienste der Graz-Köflacher Eisenbahn - beim Durchfahren der idyllischen Haltestelle Gaisfeld. Sie bringen einen schweren Kohlenzug aus dem Köflacher Revier nach Graz. (Foto: 23. Okt. 1968, Alfred Luft)

Allgemeine Angaben

Achsanordnung:

1´D-n2v

Baujahr:

1897 bis 1919

Treibrad-Ø:

1298 mm

Laufrad-Ø:

870 mm

Zylinder-Ø:

540 / 800 mm

Kolbenhub:

632 mm

Verdampfungsheizfläche:

226,70 m²

Rostfläche:

3,87 m²

Länge über Puffer:

17430 mm

Höchstgeschwindigkeit:

60 km/h

Dienstgewicht:

69 t

Tender:

Reihe 156

Wasservorrat:

16,0 m³

Kohlvorrat:

6,8 t

Lieferer:

AG der Lokomotivfabrik, vormals G. Sigl, Wiener Neustadt und andere.

Betriebsnummern:

56.3107 bis 56.3297

1897 schuf Karl Gölsdorf die überaus gelungene 1D-n2v Reihe 170 der kk-Staatsbahnen (DR / ÖBB 56). Durch Nachbestellungen für den Kriegsdienst wurden bis 1918 rund 800 Stück gefertigt! 1951 bis 1956 kaufte die GKB 16 dieser betagten Loks. Für den chronisch überalteten Fahrpark war dies indes ein Modernisierungsschub ohnegleichen, kamen damit doch erstmals Vierkuppler in den Bestand der seit 1860 bestehenden Bahn.

Reihe 156 (5634-35, 270)

Die 156.3423 mit Güterzug in Bruck an der Laitha. (Foto: 18. Dez. 1957, Alfred Luft)
Typenskizze der Reihe 156.

Allgemeine Daten

Baujahr:

1917

Bauart:

1D h2

Rostfläche:

3,9 m²

Verdampfungsheizfläche:

167 m²

Überhitzerheizfläche:

38 m²

Kesseldruck:

13 bar

Zylinder-Ø:

570 mm

Kolbenhub:

632 mm

Treibrad-Ø:

1258 mm

Dienstgewicht:

68 t

Reibungsgewicht:

57 t

Zulässige Höchstgeschwindigkeit:

60 km/h

Achslast:

14,3 t

Reihe 656 (562-7, G 83)

Die 656.598 im Bahnhof Wien Ost. (Foto: 18. Dez. 1955, Alfred Luft)

Allgemeine Daten

Baujahr:

1918

Bauart:

1´D h3

Rostfläche:

2,58 m²

Verdampfungsheizfläche:

146,04 m²

Überhitzerheizfläche:

51,88 m²

Kesseldruck:

14 bar

Zylinder-Ø:

600 mm

Kolbenhub:

660 mm

Treibrad-Ø:

1350 mm

Laufrad-Ø:

850 mm

Dienstgewicht:

74,6 t

Reibungsgewicht:

64,1 t

Zulässige Höchstgeschwindigkeit:

70 km/h

Achslast:

16,2 t

Länge über Puffer:

18.296 mm

Leistung:

1260 PSi

Reihe 956 / Reihe 956.1 USATC Klasse S 160

Die 956.09 (Foto: ca. 1955, Franz Kraus, Archiv Alfred Luft)
Die bei der Keighley and Worth Valley Railway erhaltene USATC 5820, ex PKP Tr203.474 (Foto: Alan Harris, UK)
5197 bei Cheddleton, Staffordshire, hergestellt in den USA. (Foto: David aus Manchester)

Allgemeine Daten

Nummerierung:

ÖBB 956.01–16, 117–130
ČSD 456.101–180
MÁV 411.001–483
FS 736.001–248
RŽD WA 1–200
JDŽ 37.001–065
OSE THg 521–37, 551–60, 571–95
TCDD 45171–220
PKP Tr201.1–75, Tr203.1–500

Anzahl:

2120 Stück

Hersteller:

Baldwin, Philadelphia, USA
ALCO, USA
LIMA, USA

Baujahr(e):

1942–1945

Ausmusterung:

ÖBB: bis 1955

Bauart:

1'Dh2

Spurweite:

1.435 mm, 1.520 mm, 1067 mm

Länge über Puffer:

18.338 mm

Höhe:

3.924 mm

Fester Radstand:

4.725 mm

Gesamtradstand:

7.087 mm

Reibungsmasse:

49,7 t

Radsatzfahrmasse:

16,0 t

Höchstgeschwindigkeit:

75 km/h

Indizierte Leistung:

1.200 PS

Treibraddurchmesser:

1.448 mm

Laufraddurchmesser:

880 mm

Steuerungsart:

Heusinger-Walschaert

Zylinderanzahl:

2

Zylinderdurchmesser:

482 mm

Kolbenhub:

660 mm

Kesselüberdruck:

16

Anzahl der Heizrohre:

150

Rostfläche:

3,81 m²

Überhitzerfläche:

61,50 m²

Verdampfungsheizfläche:

164,0 m²

Tender:

Z

Wasservorrat:

26 m³/ 24 m³

Brennstoffvorrat:

10 m³

Bremse:

Westinghouse-Druckluftbremse

Die USATC Klasse S 160 waren Kriegslokomotiven des United States Army Transportation Corps USATC. Diese Lokomotiven mussten weltweit einsetzbar sein und hatten daher englisches Lichtraumprofil, das eines der kleinsten ist. Insgesamt wurden 2120 Stück von Baldwin, ALCO und LIMA gefertigt, womit diese Klasse zu den meistgebauten Lokomotiven der Welt gehört. Die meisten Maschinen waren kohlegefeuert, einige der zuletzt gebauten ölgefeuert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen die ÖBB 30 Stück der Klasse S 160 vom USATC. Die 30 Maschinen wurden von der ÖBB als 956.01-16 und 956.117-130 eingereiht. Dabei bezeichneten die 956.1 gegenüber der Reihe S 160 unveränderte Lokomotiven, während die anderen 16 Maschinen den österreichischen Gepflogenheiten angepasst wurden und etwa größere Führerhäuser bekamen. Da sich die "Klapperschlangen" – wie sie genannt wurden – nicht wirklich bewährten, wurden die meisten Vertreterinnen der Reihe 956 bereits 1955 ausgemustert. Die 956.129 folgte 1956. 956.130 wurde 1955 zur Vorheizanlage Vz 900735, 956.14 detto Vz 0 1026 aber erst 1957. Letztere war in Attnang-Puchheim stationiert und wurde erst 1971 als solche ausgemustert.