Zahnraddampflokomotive Reihe 97 der ÖBB (ex kkStB 69, DRB 972)

Die 97.203 mit einer bergfahrenden Garnitur leerer Erzwagen am 09.11.1974 zwischen den Stationen Vordernberg Markt und Glaslbremse. (Foto: Horst Knely, Sammlung Verein Erzbergbahn)

Bei diesem 1890 erstmals gebauten Typ handelt es sich zweifellos um die gelungenste Konstruktion für die Erzbergbahn. Die insgesamt 18 hergestellten Maschinen bewährten sich ausgezeichnet, und einige waren von der Eröffnung der Erzbergbahn im Jahr 1891 bis zur Einstellung des Dampfbetriebs im Jahr 1978 im Einsatz. Die Baureihe 97 verfügt wie auch die anderen Dampflokomotiven der Erzbergbahn über ein getrenntes Adhäsions- und Zahnradtriebwerk mit jeweils zwei Zylindern.

Technische Daten:

  • Achsanordnung    C1´zzt-n4
  • Zylinderdurchmesser Adhäsion    480 mm
  • Zylinderdurchmesser Zahnrad    420 mm
  • Kolbenhub Adhäsion    500 mm
  • Kolbenhub Zahnrad    450 mm
  • Länge über Puffer    10.580 mm
  • Gesamtachsabstand    5.000 mm
  • Treibraddurchmesser    1.030 mm
  • Laufraddurchmesser    750 mm
  • Dienstgewicht    62 t
  • Kesselüberdruck    11 bar
  • Höchstgeschwindigkeit Adhäsion    30 km/h
  • Höchstgeschwindigkeit Zahnrad    25 km/h
  • Gebaute Stückzahl    18
  • Baujahre    1890 - 1908
  • Einsatzzeit auf der Erzbergbahn    1891 - 1978

Erbauer    Wiener Lokomotivfabrik Floridsdorf

97.201
Floridsdorf 732/1890
Abnahme: 28.07.1891
Kassierung: 05.06.1979
Verbleib: Schaustück (zerlegt und teilweise aufgeschnitten) im Techn. Museum in Wien

97.202
Floridsdorf 733/1890
Abnahme: 28.07.1891
Kassierung: 25.10.1973
Verbleib: Verschrottet

97.203
Floridsdorf 734/1890
Abahme: 25.05.1891
Kassierung: 05.06.1979
Ausgerüstet mit Giesl-Ejektor
Verbleib: Südburgenländische Regionalbahn; abgestellt

97.204
Floridsdorf 735/1890
Abnahme: 25.04.1891
Kassierung: 05.06.1979
Verbleib: Verschrottet

97.205
Florisdorf 817/1892
Abnahme: 08.04.1892
Kassierung: 29.11.1977
Verbleib: Verschrottet

97.206
Floridsdorf 818/1892
Abnahme: 21.04.1892
Kassierung: 1956
1956 verkauft an NIKEX-Stahlwerk in Ozd (Ungarn), dort im Einsatz bis 1964.
Verbleib: Verschrottet

97.207
Floridsdorf 819/1892
Abnahme: 28.04.1892
Kassierung: 05.06.1979
Verbleib: Verschrottet

97.208
Floridsdorf 820/1892
Abnahme: 28.04.1892
Kassierung: 05.06.1979
Ausgerüstet mit Giesl-Ejektor
Verbleib: Eisenbahnmuseum Straßhof

97.209
Floridsdorf 861/1893
Abnahme: 28.06.1893
Kassierung: 16.08.1976
Verbleib: Verschrottet

97.210
Floridsdorf 862/1893
Abnahme: 28.06.1893
Kassierung: 05.06.1979
Verbleib: Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein (Deutschland)

97.211
Floridsdorf 1130/1897
Abnahme: 04.02.1898
Kassierung: 25.10.1973
Verbleib: Verschrottet

97.212
Floridsdorf 1131/1897
Abnahme: 04.02.1898
Kassierung: 25.10.1973
Ausgerüstet mit Giesl-Ejektor
Verbleib: Verschrottet

97.213
Floridsdorf 1504/1902
Abnahme: 10.03.1903
Kassierung: 25.10.1973
Verbleib: Verschrottet

97.214
Floridsdorf 1636/1906
Abnahme: 15.06.1906
Kassierung: 1956
1956 Verkauf an NIKIX-Stahlwerk in Ozd (Ungarn), dort im Einsatz bis 1964
Verbleib: Verschrottet

97.215
Floridsdorf 1637/1906
Abnahme: 15.05.1906
Kassierung: 25.10.1973
Ausgerüstet mit Giesl-Ejektor, später rückgebaut
Verbleib: Kassierung

97.216
Floridsdorf 1823/1908
Abnahme: 26.01.1909
Verblieb nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland, nicht in den Bestand der
Österreichischen Bundesbahnen übernommen!
Kassierung: 10.12.1946 (durch RBD Nürnberg)
Verbleib: Verschrottet

97.217
Floridsdorf 1824/1908
Abnahme: 27.01.1909
Kassierung: 05.06.1979
Ausgerüstet mit Giesl-Ejektor
Verbleib: Denkmal in Vordernberg (Hauptplatz)

97.218
Floridsdorf 1825/1908
Abnahme: 27.01.1909
Verblieb nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland, nicht in den Bestand
der Österreichischen Bundesbahnen übernommen!
Kassierung: 1946 (?), Verkauf an die Schieferbrüche in Lehesten (ehem. DDR)
Verbleib: Verschrottet